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Der Verein der Hörgeschädigten

ist ein auf Selbsthilfebasis arbeitender, unabhängiger und gemeinnütziger Verein. Die Helfer arbeiten ehrenamtlich. Wir finanzieren uns ausschließlich von Spenden.

Unsere Mitglieder sind hörgeschädigte Mitmenschen, deren Angehörige und Freunde und selbstverständlich auch normalhörende interessierte Bürger. Gegenseitiges Interesse und freundschaftlicher Austausch fördern das Verständnis für die nicht sichtbare Hörbehinderung. Schwerhörige und normalhörende Menschen lernen, wie man am sinnvollsten miteinander kommuniziert, insbesondere ältere Menschen erhalten bei diesem Lernprozess große Unterstützung.


Ziel des Vereins ist es, den Einzelnen aus der Isolation des Schwerhörens herauszuholen und ihm wieder die Teilnahme an öffentlichen Veranstaltungen zu ermöglichen. Im Falle der Schwerhörigkeit bedarf es dazu spezieller audiovisueller Technik, damit ein aktives Dabei sein bei Vorträgen und vor allem auch das Mitreden bei Diskussionen möglich ist.

Intensive Betreuung und fachliche Beratung, sind bei uns selbstverständlich. Vielen, Menschen gibt der Verein wieder Kraft und Zuspruch und einen neuen Lebensmut. Hörbehinderte Menschen brauchen das Gefühl, nicht allein zu sein mit ihrem Problem.

Das vielschichtige Jahresprogramm besteht bewusst aus einem breiten kulturellen und informativen Angebot, auch ganz alltägliche Themen werden angesprochen, damit das Krankheitsgefühl in den Hintergrund tritt. Musikalische Darbietungen und Sachvorträge gehören dazu, ebenso wie schöne Ausflüge und das gemeinsame Feiern von Festen.

Wichtig ist für uns stets die Teilnahmemöglichkeit auch gehbehinderter Personen, entsprechend werden hier gute Lösungen erarbeitet, damit möglichst alle, z.B. an Ausflügen, dabei sein können.  

Psychosoziale Probleme durch Schwerhörigkeit

Oft sind viele Menschen mit ihren Hörproblemen allein und ohne hinreichende Information. Im Seniorenalter führt schlechtes Hören häufig zur Selbstisolation, oft auch zu Depressionen. Technik und Hörgeräte helfen nur bedingt. Oft fehlt dazu die Akzeptanz der Hörgeräteträger selbst. Insbesondere bei alten Menschen ist die Eingewöhnung im Umgang mit der Hörtechnik schwer.

Das frühere Bild des Schwerhörigen in der Gesellschaft hat sich verändert. Er gilt schon lange nicht mehr als dummer tauber Mitmensch, sondern als Teil unserer Gesellschaft. Sicherlich trägt hierzu auch die Werbung der Hörgeräteakustiker bei. Durch die Veränderung der Gesundheitsreformen wurden immer mehr Hörgeschädigte als wichtige selbstzahlende  Kunden erkannt – ernst zunehmen und vollwertig. Auch das viele Stars sich als Hörgeräteträger outen trägt viel zum heutigen Hörgeschädigten-Bild bei.

Hörbehinderte stehen trotz Behindertengleichstellung oft kommunikativen Barrieren gegenüber, z.B. durch mangelndes Verständnis für ihre ja nicht sichtbare Behinderung. Weitere Beispiele: schlecht verständlichen Ansagen in Bahnhöfen, schwierige Akustik in Krankenhäusern.

Hörprobleme beginnen oft schon im Kindesalter, Erwachsene haben Probleme im Berufsleben und bei älteren Menschen entsteht Isolation.